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Psychoanalytische Therapie

Eine psychoanalytische Behandlung zielt darauf ab, Erleben und Verhalten eines Patienten zu verändern. Dies erfolgt, indem auf die der diagnostizierten Störung zugrundeliegenden (unbewussten) Konflikte Einfluss genommen wird. Die Beziehung zwischen Patient und Therapeut schafft den Raum, in dem
 die Konflikte herausgearbeitet werden. Der Rahmen der Therapie schafft eine Atmosphäre von Sicherheit, in der Konflikte erkundet und bearbeitet werden.

Die Grundlage der angewandten psychoanalytischen Therapie ist die Psychoanalyse als anthropologische Wissenschaft, die das Zusammenwirken von bewussten und unbewussten seelischen Vorgängen erforscht.

Im Rahmen des sogenannten psychoanalytischen Standardverfahrens liegt
 der Patient auf einer Couch, der Therapeut sitzt außerhalb des Blickfeldes des Patienten hinter dem Kopfende der Liege. Diese Anordnung ermöglicht eine intensivere Ausrichtung der Aufmerksamkeit auf die Wahrnehmung der inneren Vorgänge, Gefühle, Erinnerungen und Fantasien. Die Behandlung ist in dieser Form jedoch nicht festgelegt, sie kann in gewissen Grenzen den Erfordernissen des einzelnen Patienten angepasst werden – so kann eine modifizierte psychoanalytische Behandlung beispielsweise auch im Sitzen stattfinden.

Der Gesamtaufwand beträgt in diesem Therapieverfahren zwischen 160 und 240 Sitzungen, die 2-3 mal in der Woche stattfinden.