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Psychotherapie als Krisenintervention

Als Krisen werden plötzlich auftretende seelische Störungen bezeichnet, die als Reaktion auf belastende Lebensereignisse zu verstehen sind. Sie bedrohen die Gesundheit eines Menschen und erfordern eine Behandlung. Die akute Bedrohung der Gesundheit soll abgewandt und eine ungünstige Weiterentwicklung des Krankheitsbildes (Chronifizierung) verhindert werden.

In Krisensituationen findet meist eine Kurzzeittherapie Anwendung, deren theoretischer Hintergrund, wie in den anderen hier beschriebenen Therapieverfahren, die Psychoanalyse als Wissenschaft ist. In diesem Verfahren stehen eine rasche Linderung des bestehenden Beschwerdebildes sowie die Stabilisierung des Patienten im Vordergrund. Dabei werden in höherem Maße sogenannte stützende Interventionen angewandt, die direkt auf das Verhalten des Patienten Einfluss zu nehmen versuchen.

Der Gesamtaufwand für eine Kurzzeittherapie beträgt bis zu 25 Sitzungen. Es besteht die Möglichkeit, eine solche Behandlung in einer Langzeitbehandlung (Dynamische Psychotherapie oder Psychoanalytische Psychotherapie) weiterzuführen, wenn dies erforderlich und wünschenswert erscheint.